Posts mit dem Label kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kultur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 23. Januar 2014

Die wenig bekannte Kunst und Kultur in Leipzig

Leipzig ist eine Stadt der Kunst und Kultur. Das Gewandhausorchester, die Oper, die Buchmesse, politische Kabaretts wie die Pfeffermühle, all das sind beredte Zeugnisse eines lebendigen Leipzig das weit über seine Grenzen hinaus bekannt ist und Menschen aus aller Welt nach Leipzig lockt. Und auch die alternative Szene hat in Leipzig ein festes Zuhause. Das jährliche Wave Gothic Treffen z.B. bringt eine ganze Szene aus der gesamten Welt nach Leipzig und taucht die Stadt für einige Tage in ein besonderes Flair.

Daneben gibt es -oftmals zu unrecht - wenig beachtet eine Kulturszene die mindestens ebenso engagiert ist. Kleine Galerien, Off-Konzerte in Clubs, Lesungen junger Autoren in Buchhandlungen, auch all das
Das gelbe Haus
ist ein Teil der Kulturszene von Leipzig und macht die Stadt lebens- und liebenswert. Selbstverständlicher Teil der Kulturszene Leipzigs sind natürlich auch Menschen die weder einen deutschen noch vielleicht einen Pass eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union haben. Gemeinsam mit anderen Kunst- und Kulturschaffenden bereichern sie Leipzig. Sie sind so Teil einer bunten und vielfältigen Kunst- und Kulturlandschaft Leipzigsund Sachsens  die einen wohltuenden Kontrast zu den unlängst sachsenweit aufgetauchten "besorgten Bürgern" mit ihren Fackelzügen bildet.

Seit Samstag, dem 18. Januar 2014 stellt der Maler Ivan Kavtea aus Moldavien, der seit 1999 in Leipzig lebt, seine Bilder aus Leipzig im Soziokulturellen Zentrum "Grosse Eiche" in Böhlitz-Ehrenberg, Leipziger Strasse 81 aus. Die Bilder sind einen Besuch wert. Die Piraten Leipzig, die sich zur Zeit auf den Kommunalwahlkampf für den Stadtrat Leipzig vorbereiten, sind der Auffassung dass die Stadt Leipzig gut beraten ist, der alternativen Kunst- und Kulturszene in der neuen Legislaturperiode mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung zukommen zu lassen.

Bilder Eva Herbst

Donnerstag, 9. Mai 2013

Wie ich zur "Kultur" kam ... Johann Sebastian Bach ist schuld

"Kultur", nur ein Wort und doch verstehen Menschen nichts Einheitliches darunter. Für den einen ist Freejazz Kultur. Der andere versteht darunter Musik der Alternativ-Szene, wieder andere verstehen darunter Museen der bildenden Kunst und manche gar Opern und Opernhäuser. Und manche schliesslich denken bei "Kultur" an Haushaltstitel die man am Besten kürzen kann. All das und noch mehr ist "Kultur".

Und wie kam ich nun zur "Kultur" der sog. e-Musik (ernste Musik)? Manch einer kennt es wohl und leidet im Stillen mit. Der Musikunterricht. Wir wurden mit Karl Maria von Webers Freischütz "beglückt und noch heute hallt mir "Wir winden Dir den Jungfernkranz" als abschreckendes Beispiel im Ohr.

Dann kam er, der neue Musiklehrer, der eigentlich kein Lehrer war, sondern Oboen-Spieler im Frankfurter Radiosymphonie Orchester. Was machte ihn so anders? Er kam mit einer Kawasaki und wie es sich gehört in Ledermontur zum Unterricht und die Länge seiner Mähne wetteiferte in der Länge mit unseren. Er gewann, aber das nur am Rande.

Beatles, Stones, Jimmy Hendrix auf dem Unterrichtsplan. Klar dass sich da jeder auf den Unterricht freute. Dann Play-Bach und dann ... Bach leibhaftig. Und wir waren immer noch fasziniert. Uns wurde erklärt wer er war, dieser Bach, dass er zu heutiger Zeit wohl Filmmusik komponieren würde da er ja ein Auftragskomponist gewesen war der von den Aufträgen finanzkräftiger Auftraggeber lebte. Alles Dinge die man uns hätte auch früher erzählen können. Statt dessen der Mief von Blockflötenqual und Chorgesang dem man sich nur dadurch entziehen konnte dass man absichtlich falsch sang.

Aber zurück zu "unseren Lehrer". Und da stand er nun eines Tages in seiner bekannten Ledermontur vor uns. Und er hatte seine Oboe mitgebracht und zeigte uns wie er sich auf Konzerte vorbereitete. Auf einer speziellen Platte war ein Stück von J.S. Bach aber der Oboenpart war nicht drauf. Und so spielte die Platte und "unser Lehrer" spielte den Oboenpart. Und das war so fantastisch. Wenige Tage später wurde das Sparschein geschlachtet und eine Platte von J.S. Bach gekauft. Und da war es drauf mein erstes Lieblingsstück klassischer Musik, Johann Sebastian Bach: Konzert für Violine, Oboe und Orchester, d-moll, BWV 1060.

Die Platte gibt es nicht mehr, aber die Erinnerung an einen fantastischen Lehrer. Und es ist MEIN Lieblingsstück noch immer.